Schulordnung

1. Rechtscharakter und Name

Die Musikschule wird als eine rechtlich unselbstständige Einrichtung vom Jungen Orchester Kreuzau e.V. betrieben.
Sie trägt den Namen „Musikschule des Jungen Orchesters Kreuzau e.V.“.

2. Aufgabe

Die Musikschule erschließt und fördert die musikalischen Fähigkeiten der Interessenten jeden Alters. Dazu dienen der lehrplanmäßige Unterricht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, einschließlich der studienvorbereitenden Ausbildung und die Unterhaltung von Musiziergemeinschaften. Daneben werden musikalische Veranstaltungen jeder Art durchgeführt.

3. Aufbau

Der Unterricht wird stufenweise erteilt:

3.1 Vorstufe

Musikalische Spielgruppe in Klassen von in der Regel 9 Kindern
Aufnahmealter: 3 Jahre
Dauer: 1 Jahr

Früherziehung in Klassen von in der Regel 9-12 Kindern
Aufnahmealter: etwa 4 Jahre
Dauer 2 Jahre

3.2 Grundstufe

Orffspielkreis in Klassen von in der Regel bis zu 12 Kindern
Aufnahmealter: 6 Jahre
Dauer: bis zu 3 Jahre

Spielkreis Blockflöte, Spielkreis Streicher, Rhythmik
Aufnahmealter: 6 Jahre
Dauer: bis zu 4 Jahre

3.3 Unterstufe

Instrumentaler Unterricht in Großgruppen mit bis zu 5 Kindern

Workshop
in Gruppen mit bis zu 6 Kindern
Aufnahmealter: 3. Schuljahr

3.4 Mittel- und Oberstufe

Instrumentalunterricht
Einzeln oder in Gruppen mit bis zu 3 Kindern

Ergänzungsfächer

4. Fächer

Im Rahmen der Möglichkeiten wird von der Musikschule Unterricht insbesondere in folgenden Fächern angeboten:

  • Musikalische Spielgruppe und Früherziehung
  • Orffspielkreis
  • Spielkreise mit Blockflöte und Streichinstrumenten
  • Rhythmik
  • Workshop
  • Holzblasinstrumente: Blockflöte, Querflöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Saxophon
  • Blechblasinstrumente: Trompete, Horn, Tenorhorn, Bariton, Posaune, Tuba
  • Gitarre
  • Streichinstrumente: Geige, Bratsche, Cello
  • Keyboard, Klavier
  • Schlagzeug/Percussion
  • Gesang
  • praktische Ergänzungsfächer: Jugendorchester, Chor, Ensemble
  • theoretische Ergänzungsfächer: Harmonielehre, Gehörbildung, Musiklehre, Musikgeschichte

5. Unterrichtszeiten

Schuljahr der Musikschule ist das Schuljahr. Die Ferien- und Feiertagsordnung für die öffentlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen gilt auch für die Musikschule.

Die Unterrichtszeit beträgt wöchentlich

in Musikalischer Spielgruppe/Früherziehung

  • bei Klassen mit bis zu 9 Kindern: 50 Minuten
  • bei Klassen mit 10 bis 14 Kindern: 60 Minuten

in der Unterstufe

  • bei Kleingruppen: wahlweise 30 oder 45 Minuten
  • bei Klassen mit 6-14 Kindern: 45 Minuten

in der Mittel- und Oberstufe:

  • bei Einzelunterricht: nach Wahl 30, 45 oder 60 Minuten
  • bei Gruppenunterricht mit bis zu 3 Kindern: nach Wahl 45 oder 60 Minuten
  • in den theoretischen Ergänzungsfächern: 45 Minuten

6. Unterrichtsstätten

Die Musikschule verfügt über zwei zentrale Unterrichtsstätten (z.Z. Realschule Kreuzau und Bürgerhaus Kreuzau). Reichen diese Räume nicht aus, wird der Unterricht in anderen Unterrichtsstätten erteilt.
Unterricht der Vor- und Grundstufe wird auch dezentral in den verschiedenen Ortsteilen erteilt, sofern die Schülerzahlen den einzelnen Kursen entsprechend sind.

7. Unterrichtsordnung

Die Schüler sind zum regelmäßigen und pünktlichen Besuch des Unterrichtes verpflichtet. Unterrichtsversäumnisse minderjähriger Schüler muss ein Erziehungsberechtigter schriftlich oder telefonisch rechtzeitig bei der zuständigen Lehrkraft oder der Schulleitung (02422/503369) entschuldigen. Fällt der Unterricht aus Gründen aus, die der Schüler vertritt, muss er nicht nachgeholt werden.

Fällt der Unterricht aus Gründen aus, die von der Musikschule zu vertreten sind, so wird er nach Möglichkeit nachgeholt. Hierzu können zusätzliche Unterrichtszeiten festgesetzt und Schüler ausnahmsweise zu größeren Gruppen zusammengefasst werden.
Zwei Unterrichtsstunden im Jahr, die wegen Krankheit der Lehrkraft ausfallen, müssen nicht nachgeholt werden.

Zur Aufrechterhaltung der Ordnung können je nach Schwere des Vorfalls folgende Maßnahmen getroffen werden:

  • Androhung des Ausschlusses
  • Ausschluss von der Schule

In der Regel geht dem Ausschluss die Androhung voraus. Bei minderjährigen Schülern sind diese Maßnahmen den Erziehungsberechtigten schriftlich mitzuteilen.

Die von der Musikschule angesetzten Veranstaltungen (Vorspiele, Mitwirkung bei Konzerten, …) sind einschließlich der hierfür erforderlichen Vorbereitungen Bestandteil des Unterrichts. Die Schüler sind zur Teilnahme verpflichtet. In begründeten Fällen sind Ausnahmen möglich.

8. Leistungen der Schüler

Die an die Schüler zu stellenden Anforderungen ergeben sich aus den Lehrplänen. Die Schüler erhalten eine Beurteilung in Form eines Zeugnisses. Die Leistungen in der Unter-, Mittel- und Oberstufe werden jährlich überprüft durch mindestens ein Vorspiel. Die Teilnahme an diesem Vorspiel ist Pflicht.

Bei mangelnder Begabung oder mangelndem Fleiß kann nach Rücksprache mit dem zuständigen Musiklehrer die weitere Teilnahme am Unterricht versagt werden.

9. Lernmittel

Erforderliche Lernmittel (Instrumente, Noten, Zubehör) müssen in der Regel vom Schüler beschafft werden.

Schuleigene Instrumente können, soweit vorhanden, für höchstens ein Jahr gegen Entgelt (Instrumentenmiete) überlassen werden.

Bei Schuleigentum, das zur Benutzung überlassen wird, haften die Schüler bzw. deren gesetzliche Vertreter für Beschädigungen und Abhandenkommen.

10. An- und Abmeldungen

Für die Anmeldung ist ein vorgeschriebener Vordruck auszufüllen und zu unterschreiben. Minderjährige Schüler sind durch die gesetzlichen Vertreter anzumelden. Mit der Anmeldung wird die Schulordnung anerkannt. Über die Aufnahme entscheidet die Schulleitung.

Eine Abmeldung von dem Unterricht in der Vor- und Grundstufe kann innerhalb der ersten sechs Unterrichtswochen erfolgen. Danach ist eine Abmeldung nur noch zum Ende des laufenden Schuljahres mit einmonatiger Kündigungsfrist möglich.

In der Unter-, Mittel und Oberstufe ist eine Abmeldung zum 31.03., 31.07., 30.09. und 31.12. möglich.
Die Kündiung muss der Schulleitung der Musikschule drei Monate vor dem Kündigungstermin schriftlich zugegangen sein.
Die Teilnahme an des Kursangeboten für Erwachsene und dem Workshop kann nur nach Ende der Kurse gekündigt werden.

11. Schulgeld

Die Höhe des Schulgeldes ergibt sich aus der jeweils gültigen Gebührenordnung.

Das Schulgeld für den Unterricht in der Vor- und Grundstufe sollte nach Möglichkeit für das gesamte Schuljahr in einer Summe entrichtet werden.
Es ist aber auch möglich, monatliche, vierteljährliche oder halbjährliche Teilzahlungen zu leisten.
Das Schulgeld für den Workshop muss in einer Summe gezahlt werden.
Das Schulgeld für die Mittel-und Oberstufe wird monatlich entrichtet.
Das Schulgeld wird grundsätzlich per Einzugsermächtigung entrichtet. Bei monatlichen Zahlungen erfolgt der Einzug zum 1. eines jeden Monats.

Wird das fällige Schulgeld nicht gezahlt, kann es zwangsweise beigetrieben werden. Außerdem kann der Ausschluss vom Unterricht nach vorangegangener Androhung angeordnet werden.

Endet die Teilnahme am Unterricht, so ist das Schulgeld für das laufende Quartal, bzw. Schuljahr voll zu entrichten.

Bei Unterrichtversäumnissen des Schülers im Krankheitsfall besteht kein Anspruch auf Erstattung des Schulgeldes.

12. Schulgeldermäßigung

Besuchen mehrere Kinder unter 18 Jahren aus einer Familie die Musikschule, so ermäßigt sich das Schulgeld ab dem 2. Kind gemäß der jeweils gültigen Gebührenordnung.

Erhält ein Schüler Unterricht an mehreren Instrumenten, so ermäßigt sich das Schulgeld für weitere Fächer gemäß der jeweils gültigen Gebührenordnung.

Für Schüler aus förderungsfähigen Familien mit dem Familienpass der Gemeinde Kreuzau ermäßigt sich das Schulgeld gemäß der jeweils gültigen Gebührenordnung.

Eine Schulgeldermäßigung ist pro Kind nur einmal möglich, auch wenn mehrere der vorgenannten Voraussetzungen erfüllt werden.

13. Instrumentenmiete

Die Instrumentenmiete ergibt sich aus der jeweils gültigen Gebührenordnung. Das Mietjahr beginnt mit dem 1. des Monats, der auf den Tag der Gebrauchsüberlassung folgt.

Lehrer der Musikschule, die das Instrument für den Unterricht benötigen, sind von der Instrumentenmiete befreit. Darüber hinaus kann Befreiung erteilt werden, wenn Instrumente ausschließlich im Interesse und zur Vervollständigung der Orchester und Ensembles überlassen werden.

14. Abweichungen von der Schulordnung

Der Vorstand des Jungen Orchesters Kreuzau e.V. kann zur Vermeidung von Härtefällen Ausnahmen von den Vorschriften dieser Schulordnung zulassen.

15. Schlussbestimmung

Diese Schulordnung für die Musikschule des Jungen Orchesters Kreuzau e.V. tritt am 1. Januar 2011 in Kraft.